Dr. Hummel: „Die Nilgänse-Plage endlich wirksam bekämpfen“

Die invasive Population der Nilgänse breitet sich im Stadtgebiet unkontrolliert aus und mit ihr die Belastungen für Infrastruktur, städtisches Ökosystem und die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Auf Druck von Fans der Tiere wurden bisher zögerlich defensive Vergrämungsmaßnahmen ergriffen – ohne nennenswerten Effekt. Stattdessen sieht sich Stuttgart am Eckensee, Max-Eyth-See und in seinen Freibädern zunehmender Verschmutzung ausgesetzt. Zeit, wirksamere Maßnahmen zu ergreifen, finden wir. Stadtrat Dr. Cornelius Hummel begründet die Position der FDP-Fraktion:

„Jährlich fließen erhebliche Ressourcen in die defensive Bekämpfung der Nilgänse – mit höchstens mäßigem Erfolg. Nach dem Vorbild Tübingens schlagen wir die kontrollierte Entnahme der Tiere durch die Stadtjäger vor allem am Eckensee und Max-Eyth-See vor. Damit gewährleisten wir den Schutz der von Verdrängung bedrohten heimischen Vogelarten und befreien den Park und die umliegenden Fuß- und Radwege von der enormen Schmutzbelastung durch den Kot. Zudem können die Kosten für die komplizierten Vertreibungsversuche mit Drohnen und die regelmäßigen und aufwändigen Reinigungsmaßnahmen eingespart werden.“

Nach unserer Ansicht ist es Zeit für diese Ultima Ratio, die sich die Stadtverwaltung auch stets vorbehalten hat. Wir haben selbstverständlich begrüßt, zunächst schonendere Maßnahmen zu erproben. Da sich diese als unwirksam erwiesen haben, ist die Entnahme der Nilgänse zum Wohl von Menschen und anderen Tieren notwendig. Da die Gänse nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind, schlagen wir eine Nutzung als Raubtierfutter in Kooperation mit der Wilhelma vor.

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