Am Montag enthüllt die Stuttgarter Feuerwehr zwei brandneue Hilfeleistungslöschfahrzeuge. Ein Grund zum Feiern für uns als erklärte Unterstützer der Rettungskräfte unserer Stadt, sollte man meinen – diesmal leider Anlass für scharfe Kritik, die wir bereits beim Beschaffungsbeschluss geäußert haben. Nicht weil wir gegen die Beschaffung neuer Fahrzeuge für die Feuerwehr sind, ganz im Gegenteil. Die immense Summe von über 3,5 Mio. Euro hätte aber wesentlich effizienter eingesetzt werden müssen. Die Besonderheit der neuen Fahrzeuge: mit ihrem Hybridantrieb sind sie „ein Pilotprojekt zur Nutzung von alternativen Antrieben“ und „mit diesen beiden Löschfahrzeugen sollen Erkenntnisse und Erfahrungen für die künftige Ausrichtung der Fahrzeugflotte der Feuerwehr Stuttgart gesammelt werden“, lässt sich der Vorlage vom April 2025 entnehmen.
Wir finden: angesichts der gravierenden Haushaltsschieflage ist derzeit kein Platz für solche „Pilotprojekte“. Die effektive Erfüllung der Pflichtaufgaben muss an erster Stelle stehen, wozu auch eine bestmöglich ausgestattete Feuerwehr gehört. Zu dem Preis hätten mehr als doppelt so viele Fahrzeuge mit stets zuverlässigen Dieselmotoren angeschafft werden können. Testweise Anschaffung zu überhöhten Monopolpreisen, deren Klimaschutzbeitrag erst „nach Abschluss des Pilotprojekts quantifiziert“ werden kann, kann sich die Landeshauptstadt schlicht nicht leisten.
