Klimaanlagen beißen nicht

Die vergangenen Wochen immer wiederkehrender Hitzephasen haben Bürgerinnen und Bürgern, Schülerinnen und Schülern, Einsatzkräften und Angestellten der Verwaltung in Stuttgart eines deutlich gezeigt: beim Hitzeschutz muss sich noch einiges tun. Ein wirksames Mittel gegen die hohe Hitzebelastung ist die Klimaanlage. Aus ideologischen Gründen wird sie in vielen politischen Kreisen behandelt, als führe sie durch ihren Betrieb zum Abschmelzen der Polkappen im Sekundentakt. Dabei tut sie neben der Erzeugung angenehm kühler Luft nur eines: Strom verbrauchen. Wie zum Beispiel auch die in denselben politischen Kreisen unfehlbaren Wärmepumpen, E-Bikes und Elektroautos. Strom, der ja ohnehin am liebsten schon morgen nur noch aus Windrädern und PV-Anlagen stammt.

Dennoch: bei der Klimaanlage wird alles getan, um ihren Einbau zu verhindern und zu erschweren – das Ergebnis sind Klassenräume und Krankenhauszimmer mit Temperaturen jenseits der 35 Grad. Ein Umdenken hin zu mehr Klimaanpassungsmaßnahmen, die tatsächlich wirken, ist unumgänglich. Daher fordern wir in einem Antrag, öffentliche Gebäude für Verwaltung, Veranstaltungen, Schulen und medizinische Versorgung bei Neubau und Sanierung nur noch mit umfassenden Klimaanlagen zu planen. Der Hitzeschutz vor allem für vulnerable Bevölkerungsgruppen ist unsere Aufgabe, für die endlich wirksame Maßnahmen verbindlich etabliert werden müssen.