Oper Sanierung Stuttgart

Opernsanierung: Endlich anfangen!

Die FDP-Gemeinderatsfraktion kritisiert die erneute Vertagung des Projektstarts zur Sanierung der Württembergischen Staatstheater. Der Gemeinderat ist einem Antrag der CDU auf erneute Vertagung gefolgt – frühestens in einigen Monaten wird nun über die nächsten Schritte entschieden. Die FDP-Fraktion hat diese Entscheidung nicht mitgetragen und in einem eigenen Antrag für einen schnellstmöglichen Projektstart plädiert.

Die Fraktion fordert ein Ende des Aufschiebens und der Detailverstrickung, in die sich der Gemeinderat nicht nur bei diesem Projekt wiederholt verheddert. Aus Sicht der FDP beschäftigt sich der Rat zu stark mit dem „Wie“ der Umsetzung und vernachlässigt dabei seine eigentliche Entscheidungsaufgabe über das „Was“: Die Fraktion fordert eine sanierte Oper innerhalb der nächsten zehn Jahre für maximal eine Milliarde Euro – aus ihrer Sicht ein realistischer Rahmen. Eine Überschreitung dieses Kostenrahmens würde die Stadt finanziell überfordern und die Machbarkeit des gesamten Projekts infrage stellen.

Die Ausarbeitung des „Wie“ sei Aufgabe der Experten der eigens dafür gegründeten Projektgesellschaft Württembergische Staatstheater. Der Gemeinderat solle sich künftig darauf konzentrieren, die Einhaltung des gesetzten Rahmens zu überwachen und der Projektgesellschaft Raum für kreative Lösungen zu lassen. Zu detaillierte politische Einmischung sei nicht nur ein Zeit-, sondern auch ein Kostenfaktor – beides könne sich die Landeshauptstadt nicht mehr leisten.