Vor dem Vorprojektbeschluss zur Sanierung der Württembergischen Staatstheater im morgigen Verwaltungsausschuss hat die FDP-Fraktion kurzfristig einen Änderungsantrag zur Beschlussvorlage eingebracht. Wir fordern darin ein Ende des ewigen Aufschiebens und der Verstrickung in Details, die sich der Gemeinderat bei diesem und anderen Projekten zu eigen gemacht hat. Anhand von klaren Grenzen soll nun die Umsetzung begonnen werden. Stadtrat Eric Neumann mahnt, nun endlich zur Umsetzung zu kommen:
„Der Rat beschäftigt sich viel zu sehr mit dem „Wie?“ und vergisst dabei seine eigentliche Entscheidungsaufgabe über das „Was?“. Was wir wollen, ist eine sanierte Oper und das dazu notwendige Interim, und zwar für höchstens 1 Mrd. Euro mit einem fixen Projektende 2036. Das ist der Rahmen, den wir vorgeben. Wie die Zielvorgaben innerhalb dieses Rahmens erreicht werden, ist der Gestaltungsauftrag der Experten, die von uns dafür entsprechend ausreichend entlohnt werden. Verstrickung in Detailfragen hemmen Projekte immens – bis hin zum Erliegen. Ständiges „auf die paar Monate kommt es nun auch nicht mehr an“ führt zu eben den jahrelangen Verzögerungen, mit denen wir uns nun konfrontiert sehen. Wir haben bereits zu viel Zeit verloren, jetzt gilt es Mut zum Beginn zu zeigen. Denn ständig detaillierter werdende politische Einmischung ist nicht nur ein Zeit- sondern auch ein Kostenfaktor. Beides kann sich die Landehauptstadt schlicht nicht mehr leisten.“
Sollte die Maßgabe aus unserem Antrag Eingang in die Beschlussvorlage der Verwaltung finden, können wir dieser zustimmen. Damit kommt der Stein dann hoffentlich endlich ins Rollen für eine moderne Staatsoper wie sie zu einer Landeshauptstadt gehört.
