Mit dem Beginn der Sommerferien wird die SSB die Barzahlung in Bussen einstellen. Dieses weitgehend nicht mehr genutzt Angebot stuft die SSB in der Abwägung zwischen Kosten und Nutzen als nicht wirtschaftlich ein. Wir haben dieser Entscheidung der SSB im Ausschuss vergangene Woche unsere Zustimmung ausgesprochen. Nanu? Die FDP-Fraktion setzt sich für die Abschaffung des Bargelds ein? Natürlich nicht. Bargeld ist gedruckte Freiheit und Inklusion – zu diesem Grundsatz stehen wir. Von ideologischen Grundsätzen sollten wir aber nicht unsere Sachpolitik diktieren lassen, das machen schon genügend andere im Rat. Daher können wir in diesem definierten Fall – die Barzahlung beim Busfahrer – dem Verzicht auf die Barkasse zustimmen.
Denn zum einen überwiegen schlicht die Argumente für eine Abschaffung. Weniger als ein Ticket pro absolvierter Bustour wird so bezahlt, das macht nur 1% des Jahresumsatzes bei Ticketverkäufen aus, während nahezu alle Kunden der SSB ohnehin über eine Girocard verfügen. Dem gegenüber steht eine mögliche Ersparnis von 1 Mio. Euro für die SSB. Außerdem bleibt die Möglichkeit zur Barzahlung an allen anderen Verkaufsstellen bestehen, sodass niemand zur elektronischen Bezahlung gezwungen wird. Zum anderen hat die SSB erneut zugesichert, dass das Viererticket nicht abgeschafft wird, das vorab auf Vorrat gekauft und weitergegeben werden kann – zum Beispiel an Kinder.

