Kaufhof_Ensemble_Stuttgart

Kein weiteres Mahnmal des Scheiterns

Alles, was der antike König Midas berührte, wurde zu Gold. Anders als in der griechischen Mythologie liegen die Dinge in Stuttgart. Alle Bau- und Sanierungsprojekte, die sich die Stadt ans Bein bindet, enden als Mahnmal des Scheiterns. Beispiele? Villa Berg, Züblin-Parkhaus, Garnisonschützenhaus. Nichts geht voran. Die Planungen werden zerredet, Machbarkeitsstudien versanden in Endlosschleifen. 

Gleiches Szenario droht jetzt mit dem Kaufhof-Areal an der Eberhard-/Steinstraße. Hier hat die Stadt eine weitere Schrottimmobilie gekauft. Geht man vom üblichen Entscheidungstempo des Gemeinderats und der Verwaltung aus, dann wird wie bei den oben beschriebenen Objekten in den kommenden zehn Jahren nichts passieren. FDP-Stadtrat Eric Neumann nennt die Beispiele Villa Berg oder Züblin „never ending stories im Immobilien-Schrottwichteln“ der Stadt. 

Daraus zieht er einen Schluss: „Jetzt schnell über das Nachnutzungskonzept entscheiden und das Areal mithilfe eines Projektentwicklers neu bebauen. Ein Nutzungskonzept muss binnen sechs Monaten beschlossen werden.“ Denn die Substanz des Gebäudes sei so schlecht, dass eine Sanierung gar nicht oder nur sehr teuer umzusetzen sei. 

Die FDP präferiert bei der Neunutzung Büros für die Verwaltung mit Wohnungen, Flächen für Handel/Gastro bei gleichzeitiger Umsetzung eines Hauses der Stadtgesellschaft, das Räume für Kulturen, Ehrenamt und die Regenbogen-Community inkludiert.

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