ANTRAG NR. 000/2019 VOM 05.09.2019

Wasserqualität des Max-Eyth-Sees dauerhaft sichern

Der Max-Eyth-See ist für die Stuttgarterinnen und Stuttgarter ein wichtiges und gut angenommenes Naherholungsgebiet – mit positiven und negativen Erscheinungen. Eine dieser negativen Erscheinungen ist, dass der Max-Eyth-See als nährstoffreiches Stillgewässer zur vermehrten Produktion von Kleinalgen und Zooplankton neigt, was zu einem Sauerstoffmangel und somit zu einem Tod für viele Fische führt – insbesondere bei heißen Sommern.

Nun ist es wieder geschehen. Seit Tagen haben Mitglieder des WAV Stuttgart viele Tonnen tote Tiere aus dem Max-Eyth-See sammeln müssen. Die größten verendeten Tiere sind über 15 bis 20 Jahre alt. Auch die meisten oder sämtliche Schildkröten, Krebse und Muscheln des Sees sind diese Woche verendet. Schon von der U-Bahn-Haltestelle Max-Eyth-See riecht es nach Verwesung.

Ein Grund für diese Algenblüte ist die mangelnde Zufuhr von sauberem Grundwasser. Zwar hat die Initiative „Der Max-Eyth-See Stuttgart soll sauberer werden“ durch den Bau von Frischwasserleitungen die Qualität der Wassers verbessern können, allerdings ist dies offensichtlich nicht ausreichend. Daher stellt sich die Frage, ob eine Verbindung des Sees zum Neckar über den Damm eine Verbesserung schaffen würde, die das Kippen des Sees verhindert. Dabei muss berücksichtigt werden, dass ein dauerhafter Wasserhochstand, der ungünstigerweise zu einem Absterben des Laichkrauts und damit einer Verschärfung des Sauerstoffmangels geführt hat, verhindert werden muss.

Wir beantragen daher:
Die Verwaltung berichtet im zuständigen Ausschuss darüber, welchen Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit dauerhaft der See nicht kippt. Sie prüft dabei die Idee einer Anbindung des Sees zum Neckar und zeigt die Vor- und Nachteile auf. Gleichzeitig stellt die Verwaltung dar, welche finanziellen Mittel für die Umsetzung der Maßnahme notwendig wären.

Ein Antrag von:
Sibel Yüksel (FDP), Dr. Matthias Oechsner (FDP)